Wir, das sind:

Mein Mann Frank, Bj 1967, mein Sohn Timo, Bj 1993, meine Tochter Alina, Bj 1997 und ich, Regina Bj 1970.
Wie alles Begann
Nun, da muss ich mit mir anfangen. Als Kind kannte ich Boxer nur aus der Nachbarschaft. Eine goldgestromte Hündin, die wirklich gut erzogen war. Ich hatte mich sofort in sie verliebt. Natürlich nervte ich meine Eltern ständig mit dem Wunsch nach einem eigenem Boxer. Mein Vater hätte mir diesen Wunsch wohl auch erfüllt aber für meine Mutter waren Boxer zu groß, zu wild und zu stark. Außerdem war da ja noch dieses ewige Sabberproblem. So hatten wir zwar immer Hunde, alle lieb und süß, aber eben nie Boxer. Jeder Boxerbesitzer weiß wohl, was ich damit meine. Dann habe ich meinen Mann kennen gelernt. Wir haben geheiratet und 1993 kam unser Timo zur Welt. Nachdem er fast drei Jahre mit dem Beagle meiner Eltern „geübt“ hatte war für mich klar, das nun mein erster eigener Boxer zu uns kommen sollte, Also erinnerte ich mich daran wie ich früher meine Eltern mit meinem Wunsch nach einem Boxer genervt habe und versuchte es diesmal bei meinem Mann. Eines Tages schlug ich vor, dass wir uns mal mit dem Gedanken befassen könnten, vielleicht eventuell einen Hund anzuschaffen. Frank sagte sofort ja. Na, das war aber einfach.
Also fragte ich ihn, welche Rasse er sich denn vorstellen könne. „Ein Rotti hätte ich gerne,“sagte Frank, aber mit einem kleinem Kind? Nein, das ist wohl nicht die optimale Lösung. Nun war ich wieder am Zug: „Was hälst denn du von Boxern?“ fragte ich und nach ca. zwei bis drei Sekunden war das Thema durch, ein Boxer wird`s.
Über den VDH bekamen wir die Telefonnummer  von der BK- Zuchtwartin, die uns wiederum an Christine Haselbeck , Zwinger von Tarabas, in Sprockhövel vermittelte. Wir schauten uns also ihren A-Wurf an und entschieden uns für Aiko , einen gelben Rüden mit Weißzeichnung. Nach mehreren Besuchen in Sprockhövel holten wir  unseren Aiko im August 1996 im zarten Alter von acht Wochen zu uns. Er kam, sah und siegte. Aiko und Frank wurden zum Traumpaar. Die beiden hatten eine so starke Beziehung, ich hätte eifersüchtig werden können. Das Boxerfieber war also auch bei meinem Mann ausgebrochen und nun wusste er was ich meinte wenn ich sagte:

„Es gibt Hunde und es gibt Boxer"

Hundesport war aus persönlichen Gründen damals für uns kein Thema, wir haben Aiko bei diversen Welpen- und
Junghundkursen „ausgebildet“ und mit ihm den „DVG Team-Test“ absolviert und bestanden.
Ein ca. achtmonatiges Gastspiel beim BK- Hattingen hat uns  einiges an Erfahrungen
für die Ausbildung und den Umgang mit unserem Aiko  gebracht.

Für unseren Sohn Timo war Aiko ein Freund, Spielkamerad, Seelentröster und Beschützer. Schimpfen, wenn Timo Quatsch gemacht hat, war nicht mehr möglich, denn Aiko stellte sich sofort vor Timo und setzte seinen „Lass meinen Freund in Ruhe“ Blick auf. Irgendwie sind die beiden auch immer damit durchgekommen. Als Aiko 14 Monate alt war kam unsere Tochter Alina zur Welt. Natürlich machte ich mir Sorgen über Eifersucht, Aiko`s Temperament, seine Kraft etc......, aber Frank beruhigte mich, er würde das schon regeln. Als wir mit Alina aus dem Krankenhaus nach Hause kamen gab es natürlich für mich erst einmal eine ausgiebige  Begrüßung. Dann kam Frank mit Alina, stellte sie im Kindersitz auf den Boden und holte Aiko. Ein kurzes schnüffeln, eine ausgiebige Komplettwäsche und die Sache war geritzt. Wo Alina war, war Aiko, schlief sie im Bett lag er davor, wenn sie wach wurde kam er sofort und holte uns noch bevor sie richtig schreien konnte. Egal ob sie gestillt, gewickelt oder gebadet wurde, er war überall dabei. Wahrscheinlich hat er aufgepasst dass wir auch alles richtig machen. Alina wurde größer, lernte an Aiko das laufen und zog ihm hin und wieder auch ihre Puppensachen an um mit ihm Vater Mutter Kind zu spielen. Wir mussten eher darauf aufpassen, das Alina nicht zu wild mit Aiko war als andersherum.

Im Juli 2003 kam es dann zur absoluten Tragödie. Wir mußten unseren Aiko nach einem Hirnschlag viel zu früh gehen lassen.
Am Abend vorher haben wir noch mit ihm gespielt, morgens ist er dann einfach umgefallen. Alle Bemühungen  unseres Tierarztes haben nicht geholfen und so ist er dann noch am selben Tag in Frank`s Armen für immer eingeschlafen.
Nach den ersten Tagen ohne unseren Aiko war uns klar, dass es ohne Boxer nicht weitergehen konnte. Sicher, kein Hund der Welt konnte unseren Aiko ersetzen aber wir wollten unbedingt wieder einen Boxer. Diesmal sollte es ein gestromter Rüde sein, aber Timo und Alina wollten unbedingt wieder einen gelben. In einer Zeitung lasen wir eine Annonce, in der ein solcher angeboten wurde. Kurzentschlossen machten wir uns auf den Weg und schauten uns bei einer Züchterin in Haltern Welpen an. Unsere Kinder suchten sich einen Welpen aus und auch wir konnten nicht widerstehen.
Da war er also, unser „Paul vom Dachsberg“ (UCI).

Drei Wochen später zog Paul bei uns ein. Nun fing alles wieder von vorne an: Welpenfutter, Stubenrein werden Welpenschule etc. Das war wohl das einzige, was uns einigermaßen über den Verlust von Aiko hinweg brachte. Paul entwickelte sich prächtig und ist uns ein treuer Begleiter geworden. Mehr Infos über Paul gibt es hier.
Ich spielte nun immer häufiger mit dem Gedanken einmal selbst Boxer zu züchten und begann mich über das Thema zu informieren. Im Internet gab es einiges zu lesen und der Wunsch nach einer Boxer-Hündin wurde immer größer.
Doch im Januar 2006 kam erst einmal Peppi zu uns, eine anderthalb- jährige Boston/Jack-Russel Terrier Mix- Hündin. Sie wurde von einer Tierschutzorganisation aus unzumutbaren Verhältnissen gerettet und brauchte dringend eine Pflegestelle. Peppi erlebte ihre ersten anderthalb Jahre angekettet auf einem Balkon. Sicherlich kann sich jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer vorstellen in welchem Zustand sie sich befand. In mühevoller Kleinarbeit  mit Hilfe von einer erfahrenen Hundetrainerin und unserem Paul, durch den sie einiges an Selbstbewusstsein bekam, haben wir es nach anderthalb Jahren geschafft sie soweit aufzupeppeln, dass wir sie guten Gewissens an ein älteres Ehepaar mit Hundeerfahrung abgeben konnten. Dort ist sie nun die absolute Nummer eins, sie hat es  auch verdient. In der ganen Zeit mit Peppi habe ich aber meinen Wunsch, Boxer zu züchten nicht aufgegeben.
Nun war es an der Zeit meinen Mann davon zu überzeugen, dass wir uns eine Boxerhündin anschaffen sollten, weil ich ja Boxerzüchterin werden will. Das war fast genau so einfach wie damals bei Aiko. Allerdings waren wir uns sofort darüber einig, dass wir nicht als „wilde Hundevermehrer“ mit irgendwelchen Zuchthündinnen, sondern innerhalb des Boxer Klub München mit gesunden, gut ausgebildeten Boxern züchten wollen. Wir möchten ja gesunde, wesensfeste Boxer züchten.
Mit diesen Gedanken  haben wir dann unsere Hera-Bonita vom Germaniablick ausgesucht. Sie kam im Oktober 2007 zu uns und entwickelt sich prächtig. Weitere Infos über Bonita gibt es hier.
Zeitgleich traten wir in den BK, Gruppe Werne ein, um dort noch alles mögliche über Ausbildung und Zucht zu lernen. Hier wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Im Mai 2008 besuchten wir einen Manfred Kleimann-Lehrgang in der Gruppe Hamm. Diese Ausbildungsmethode hat uns sofort überzeugt, so dass wir seitdem unsere Boxer im BK Hamm ausbilden.
Ich versuche mir weiterhin soviel Wissen wie möglich über die Boxerzucht anzueignen indem ich anderen Züchtern Löcher in den Bauch frage, Lehrgänge besuche, viel lese und den so genannten alten Hasen zuhöre. Wenn dann alles so läuft wie wir uns das vorstellen und unsere Bonita alle Gesundheits- und Ausbildungsvoraussetzungen erfüllt kann unserem Wunsch Boxer zu züchten nichts mehr im Wege stehen.
Weitere Infos über unser Zuchtvorhaben gibt es dann hier. 
So, das war es erst einmal über uns, alles weitere könnt ihr dann auf unserer Homepage nachlesen.
Viel Spaß dabei und alles erdenklich gute für euch und eure Boxer oder anderen Hobbies wünschen:

Die Ostermänner